Why so positive?

Hier kommt ein kleiner Leitfaden, wie man deutlich positiver durch die Welt bzw. den eigenen Alltag gehen kann. Sie helfen mir persönlich sehr dabei mich nicht von Kleinigkeiten aus der Bahn und von Ereignissen aus meiner Mitte bringen zu lassen.

1. Mach dir keine Gedanken um die Meinung anderer

Ich glaube meine Sorglosigkeit und positive Lebenseinstellung basiert immens darauf, dass ich mir um die Meinung anderer keine Gedanken mache. Mich interessiert meine eigene Meinung zu Dingen und die der Menschen, die mir nahestehen aber nicht die von entfernten Bekannten oder Fremden. Man muss nicht jedem gefallen, man muss nicht von jedem gemocht oder geliebt werden. Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis. Viele Menschen möchten immer überall einen guten Eindruck hinterlassen, von allen geschätzt werden und alles richtig machen. Wer aber definiert was richtig oder falsch ist, was gut aussieht und was nicht, was cool ist oder was gar nicht geht? Wenn Du hierauf keine Antwort hast, geht der Punkt an mich. 🙂 Falls doch, ist die Person, die du diesbezüglich im Kopf hast dein Kompass. Dann ist sie dein Coolness-Indikator und ihre Meinung zählt aber eben nur ihre und nicht die von allen.

2. Verändere lieber dich selbst, bevor du versuchst andere zu verändern

Daneben glaube ich persönlich, dass man, wenn man in einer Situation ist, in der man sich nicht wohlfühlt, man selbst die Reißleine ziehen muss. Ich war schon oft in Situationen, in denen ich gespürt habe, dass etwas nicht stimmt, etwas schief läuft und ich nicht glücklich bin. Viele beginnen in diesem Fall die Schuld im Außen zu suchen, alle anderen sind Schuld daran, dass es mir so schlecht geht. Okay, finde den Fehler…

Situationen können echt unerträglich sein. Ja! Aber vielleicht sind Situation genau deshalb kaum zu ertragen, weil man etwas aus ihnen lernen und an ihnen wachsen soll. Am meisten kann man an festgefahrenen Situation ändern, wenn man das eigene Verhalten zunächst analysiert und im Anschluss versucht es zu verändern bzw. abzustellen. Oft verfolgt man sehr ausdauernd das Ziel, andere zu verändern, wie beispielsweise den eigenen Partner, die Eltern, Geschwister oder Freunde. Doch den einzigen, den man tatsächlich ändern kann, ist man selbst aber natürlich ist es gleichzeitig viel schwieriger über den eigenen Schatten zu springen und bei sich selbst gefestigte Verhaltensmuster abzustellen als am Gegenüber herumzudoktern – mit mäßigem bis gar keinem Erfolg.

3. Ein bisschen Vertrauen ins Leben schadet nie

Außerdem bin ich positiv, weil ich Vertrauen darauf habe, dass alles kommt wie es soll, dass ich die richtigen Entscheidungen treffen werde, mich Projekte, die zu mir passen schon finden werden und dass alles zur richtigen Zeit passiert. Sich Sorgen um die Zukunft zu machen, Angst davor zu haben, was alles passieren und schiefgehen könnte, verdirbt einem nicht nur das Hier und Jetzt, sondern zieht schlechte Dinge erst an. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt. Wenn man immer nur negativ denkt, wie Bitteschön soll sich das Gute und Positive dann zu einem durcharbeiten. Mit einem Presslufthammer? Damit wird es wohl kaum ausgestattet sein. 😉 Also mach es den positive Vibes nicht so schwer und schick alle Ängste, Sorgen und Zweifel in die Wüste.

4. Ohne Erwartungen lebt es sich leichter

Ich glaube auch, dass es sehr wichtig ist, nicht mit zu vielen Erwartungen durch die Welt zu geht. Schließlich heißt es nicht umsonst:

„Wer Erwartungen hat, kann nur enttäuscht werden!“

Viele verknüpfen diesen allseits bekannten Spruch mit Erwartungen an materielle Dinge oder einen künftigen Mr. Right. Dieser Spruch ist aber auch auf so viele alltägliche Dinge anwendbar.

Ein plakatives Beispiel: wenn ich morgens zum Bäcker gehe und hoffe und erwarte, dass auf meiner Butterbreze ganz viel Salz ist und am Ende bekomme ich eine mit wenig oder noch schlimmer gar keinem Salz, bin ich enttäuscht. Und auch, wenn ich mich in dieser Situation nicht weinend auf den Gehweg setze, so wird meine Laune doch vielleicht ein Quäntchen schlechter sein als vorher und wenn ich dann noch erwarte, die Bahn pünktlich zu erwischen und sie hat Verspätung, dann sinkt die Laune noch ein bisschen mehr. Wenn es ganz blöd läuft habe ich morgens fünf derartige Erlebnisse mit der Konsequenz, dass meine Laune bereits im Keller ist, wenn ich um 9 Uhr im Büro ankomme. Genau diese latente Erwartungshaltung bezogen auf unseren gesamten, geplanten und getakteten Alltag ist der Grund, weshalb so viele Menschen schon auf dem Weg zur Arbeit äußerst übel gelaunt sind. Wie soll der Tag da noch besser werden?!

Was mir in solchen Situationen absolut immer hilft, ist wenn ich mir bewusst mache, was neben dem Butterbrezen-Fiasko gerade so alles toll ist: „Okay, auf der Butterbreze war kein Salz aber hey, die Sonne scheint es ist Freitag und ich lebe, bin gesund, alle Menschen, die ich liebe sind gesund, es herrscht kein Krieg in dem Land, in dem ich lebe, es rast kein Komet auf die Erde zu und wird sie restlos zerstören ­– mein einziges Problem ist das nicht vorhandene Salz auf meiner Breze.“ Spätestens jetzt tanze ich schon fast auf dem Gehweg und grinse alle Fremden an, die mir entgegenkommen und wetten, dass mindestens einer zurückgrinst?

Natürlich habe auch ich Tage, an denen ich von den gerade genannten Punkten nichts wissen will, weil ich einfach nur schlecht gelaunt sein möchte. Einfach so – ohne Grund! Dann steigere ich mich eben einen Tag lang in Kleinigkeiten hinein, lasse meinen Frust irgendwo ab und am nächsten Tag besinne ich mich wieder, relativiere die Dinge und komme wieder in die Spur. Schlechte Tage hat schließlich jeder! Manchmal kann man einfach nicht anders, als alles schrecklich zu finden. Das Wichtige ist es jedoch, dass solche Tage die Ausnahme darstellen.