Breathwork & Sound Healing

Wer nicht an Magie glaubt, wird sie niemals finden.

Ich finde Magie überall – vor allem aber im gegenwärtigen Augenblick. Aus diesem Grund bin ich immer auf der Suche nach Dingen, die mich zentrieren und tief in die Gegenwart eintauchen lassen.

Mein Pfingstwochenende war erfüllt von zwei Erlebnissen, die genau dies bewirkt haben: ein Eintauchen ins Jetzt – genauer gesagt – mein tiefstes Inneres.

Zum einen habe ich an einer Breathwork Session und zum anderen an einem Sound Healing teilgenommen – beides zum ersten Mal. Da ich immer noch vollkommen beseelt und überwältigt davon bin, möchte ich euch ein Stück weit an meinen Eindrücken teilhaben lassen. Denn das „Herunterschreiben“ derartiger Erlebnisse hilft mir immer ganz wunderbar dabei meine Gedanken zu ordnen.

Die beiden Sessions waren für mich komplett unterschiedlich, sowohl was das Erleben als auch die Wirkung angeht und doch haben beide Methoden einen immensen Effekt auf mich und mein Inneres gehabt, weshalb ich sie euch absolut weiterempfehlen kann.

BREATHWORK SESSION

Bei der Breathwork Session ging es – wie der Name bereits verrät – um das Atmen. Besser gesagt die Art zu Atmen. Klingt zunächst einmal etwas trivial und ich konnte mir darunter absolut nichts vorstellen. Nachdem ich nun allerdings an der Breathwork Session teilgenommen habe, weiß ich, wie kraftvoll und intensiv diese Form des Atmens ist und wie heilend und reinigend zugleich

Nun aber zur eigentlichen Session. Diese wurde mit einer kurzen Meditation eingeleitet, anschließend an diese legten wir uns auf eine Yoga Matte, packten uns in eine Decke ein und begannen in einer bestimmten Weise zu atmen und zwar dergestalt, dass man tief einatmete und sofort im Anschluss – ohne Pause dazwischen – wieder ausatmete. Tiefe Atemzüge, bei denen die Luft ganz bewusst in den Bauchraum eingesogen wurde. Währenddessen lief Musik. Eine äußerst rhythmische und mitreißende Musik.

Zu Beginn der Session war mir sehr kalt und ich fragte mich, wie genau ich eine Stunde in dieser Art atmen sollte. Denn ich fand diese Form der Atmung anfangs überaus befremdlich. Nach einer Weile begannen meine Hände zu kribbeln, sie zuckten richtig. Auch meine Füße fingen damit an. Sascha, der Leiter der Breathwork Session hatte uns zum Glück genau auf diese Symptome hingewiesen und daher wusste ich, dass das vollkommen normal war und ich mir diesbezüglich keine Gedanken machen musste. Ich konzentrierte mich also völlig auf meinen Atem, ließ mich von nichts ablenken oder gar beunruhigen, sondern ließ mich vollkommen auf die Musik und die Reise ein, die plötzlich begann mich in ihren Bann zu ziehen

Ich kann euch nur schwer erklären, wie sich das ganze für mich angefühlt hat, hinzu kommt, dass die Wirkung von Breathwork jeder gänzlich unterschiedlich wahrnimmt. Ich kann euch aber sagen, dass es ein sehr intensives Erlebnis war, das horizonterweiternd ist und einen unglaublich zentriert. Denn eine ganze Stunde – so lange dauerte die Session – war ich vollkommen bei mir, ging keinen unwichtigen Gedanken über das Morgen oder das Gestern nach. Ging nicht gedanklich durch, was ich noch erledigen muss, wie sich irgendjemand mir gegenüber verhalten hat oder Ähnliches. Ich war einfach bei mir und das war schlichtweg ein wundervolles Gefühl – fast wie Magie.

SOUND HEALING SESSION

Am Sonntag besuchte ich meine erste Sound Healing Session. Ich habe im Vorfeld nur Gutes darüber gehört, daher war ich unheimlich gespannt darauf. Die Session fand im Freien statt und es war wirklich ein magisches Erlebnis. Bei einem Sound Healing oder auch Sound Bath werden Klangschalen benutzt, die bestimmte Töne erzeugen. Eine Stunde lang liegt man einfach „nur“ da und hört den besagten Klängen zu.

Man lauscht diesen Klängen, die etwas Überirdisches an sich haben, macht sich frei von allem Alltäglichen und begibt sich auch bei dieser Methode auf eine Reise ins Innere. Man erfährt eine sehr intensive Entspannung und schaltet vollkommen ab. Ich empfand das Sound Bath als enorm angenehm, lösend, befreiend und inspirierend. Ich war so tief im Hier und Jetzt verankert und fand es ganz besonders schön, dass Irina und Melissa sich am Ende der Session sehr viel Zeit genommen haben, um mit allen Teilnehmern über die Erfahrungen und Eindrücke zu sprechen. Es gab selbst gebackene Muffins und die Stimmung vor und nach der Session war unglaublich angenehm, familiär und gelöst.

UNTERSCHIEDE DER BEIDEN SESSIONS

Ich kann im Folgenden nur für mich und meine Erfahrung sprechen. Der folgende Vergleich ist somit natürlich gänzlich subjektiv. Ich werde beide Methoden definitiv noch häufiger machen und vielleicht nehme ich sie das nächste Mal auch ganz anders wahr – denn jedes Mal, wenn man so eine Session durchlebt, fühlt sie sich anders an. Das hat sowohl Sascha über das Breathwork als auch Irina und Melissa über das Sound Healing gesagt.

Wenn ich nun beide Sessions miteinander vergleiche, fällt mir eines stark auf:

beim Sound Healing waren die Nachwirkungen extrem, wohingegen ich währenddessen nicht so viel gespürt habe und beim Breathwork war es genau umgekehrt. Dort war die Session als solche wirklich unbeschreiblich überwältigend, während ich im Anschluss daran keine Wirkung mehr wahrgenommen habe außer vollkommene Entspannung.

Beim Sound Bath war also für mich die Session selbst weniger intensiv als beim Breathwork. Denn bei Letzterem hatte ich richtige Bilder in meinem Kopf und ging buchstäblich auf eine Reise durch mein Inneres. Danach war ich zwar maximal entspannt, glücklich und geflasht, allerdings habe ich nach der Session physisch nichts mehr „gespürt“.

Das Sound Healing war für mich dagegen währenddessen einfach entspannend. Es war wundervoll im Freien auf dem Boden zu liegen, den Klängen zu lauschen und den Moment zu genießen.

Im Anschluss an die Session habe ich jedoch körperlich enorme Wirkungen wahrgenommen. Unmittelbar nachdem die Session vorbei war, war ich richtig dizzy. Durch die tiefe Entspannung, die die Session mit sich brachte, war ich vollkommen neben der Spur – im positivsten Sinne. Ich war müde und doch irgendwie berauscht.

Ich hatte dieses Gefühl witziger Weise schon einmal und zwar nach einer sehr intensiven Entspannungsmassage im Urlaub. Danach konnte ich auch kaum noch einen zusammenhängenden Satz formulieren. Exakt so fühlte ich mich nach dem Sound Healing. Ein bisschen durch den Wind, geflasht und maximal entspannt.

Das Sound Healing ist eine Art Detox, daher soll man daran anschließend viel Trinken. Es bewirkt, dass alles aus dem Körper herausgespült wird, was losgelassen werden soll und nicht zu einem gehört. Es reinigt mithin den Körper sowie den Geist.

Ich habe diese reinigende Wirkung so sehr gespürt, dass ich das Sound Bath jedem empfehlen kann, der Überflüssiges oder Negatives loslassen will. Auch heute einen Tag später spüre ich die Nachwehen noch immer.

Beide Sessions waren wirklich sehr intensive Erlebnisse und ich hoffe sehr ich konnte sie für euch nachvollziehbar beschreiben. Vielleicht habe ich ja euer Interesse daran geweckt. Falls ihr dazu noch Fragen habt, lasst es mich gerne wissen.