Sparkling Spirit

Leichtigkeit, Freiheit und Bewusstheit – das sind die drei Säulen, die für mich in meinem Leben die allergrößte Rolle spielen

Ich gehe mit Leichtigkeit an das Leben heran, lasse es auf mich wirken und versuche ihm, wo ich nur kann, den Ernst und die Schwere zu nehmen. Sorgen, Ängste und Wut beschweren uns nicht nur selbst, sondern auch die Menschen in unserem Umfeld.

Wir denken oft, es wäre etwas Gutes oder zumindest etwas gut Gemeintes, wenn wir uns um unsere Liebsten Sorgen machen. Wir interpretieren dies oft fälschlicher Weise als Liebesbeweis. Doch das ist leider vollkommen falsch. Wenn wir uns Sorgen um andere machen, beschweren wir sie lediglich mit unseren Sorgen. Denn was sind Sorgen?

Sorgen sind einzig und allein negative Gedanken und unsere Gedanken haben sehr viel Bedeutung und Macht. Denn wir formen damit unsere Welt. Anstatt uns und andere also mit negativen Gedanken in Form von Sorgen zu beschweren, sollten wir der anderen Person lieber positive Gedanken schicken und zwar ganz bewusst. Das nächste Mal, wenn sich dein Partner oder ein Familienmitglied auf den Weg macht und du in dieser Situation normalerweise geneigt warst ihm „fahr vorsichtig!“ hinterher zu rufen, bremse dich dabei und denke dir lieber „er wird sicher an sein Ziel kommen und ich wünsche ihm von Herzen eine gute Fahrt.“ Gedanken sind ein so hohes Gut also achte ganz bewusst auf sie.

Daneben ist es mir wichtig frei zu sein. Dabei geht es mir nicht um eine räumliche Freiheit, sondern eine innere Freiheit. Jeder der schon einmal in Berührung mit Ängsten oder Zwängen gekommen ist, weiß was es bedeutet unfrei zu sein. Wir alle haben irgendwelche Ängste oder Zwänge in uns. Sei es zum Beispiel in Form von einem Sauberkeitstick oder leichter Höhenangst. Ich möchte frei von allem sein, was mich gedanklich einengt und so habe ich in mir aufgeräumt und alle Gedanken, die mich unfrei gemacht haben, rigoros über Bord geworfen. Ich lasse mich von nichts mehr aus der Ruhe bringen. Zeitdruck, Stress und Pläne lasse ich in meinem Alltag nicht mehr zu außer es lässt sich absolut nicht umgehen. Denn auch diese sind lediglich Manifestationen von Angst. Wenn ich Pläne schmiede, dann deshalb, weil ich Angst davor habe, das Leben einfach auf mich zukommen und mich davon überraschen zu lassen. Stress mache ich mir auch nur, weil ich Angst vor den Konsequenzen habe, die eintreten, wenn ich etwas Konkretes nicht erreiche oder schaffe. Ich rate euch einmal wirklich zu reflektieren, bei was genau ihr ein unfreies Verhalten an den Tag legt. Dabei ist absolute Wachsamkeit geboten, denn auch Kleinigkeiten können eine Ausgestaltung von einem zwanghaften Verhalten oder einer Manifestation von Angst sein.

Bewusstheit ist für mich das höchste Gut. Gedanken, Emotionen und konditionierte Verhaltensweisen haben uns und unseren Alltag viel zu häufig im Griff. Das zu erkennen, zu durchleuchten und sich bewusst dagegen zu entscheiden weiterhin eine Marionette des eigenen Gedankenapparats zu sein ist eine wahre Königsdisziplin. Den Kopf einfach auszustellen, den Moment zu leben und zu genießen ist eine Praxis, der ich mehrmals am Tag – wann immer ich kann – nachgehe.

Wir sind nicht der Gedanke in unserem Kopf, wir sind das Bewusstsein hinter dem Gedanken. Das bedeutet, dass wir nicht der Gedanke oder die Emotion selbst sind. Diese kommen und gehen. Wir hingegen sind das Bewusstsein dahinter, das immer da ist, wenn wir ihm nur Beachtung schenken. Wir müssen Wut und Angst in den Momenten, in denen sie in uns hochkommen, nicht ausleben – wir haben die Wahl. Wir können sie stattdessen erkennen, als bloße Emotion ausfindig machen und uns bewusst dagegen entscheiden ihnen Raum zu geben. Früher war ich ständig unter Zeitdruck, habe mich total geärgert, wenn ich spät dran war und mich zu Tode gehetzt, um doch noch ein paar Minuten rauszuholen. Mittlerweile verhalte ich mich in derartigen Situationen vollkommen anders. Wenn ich spät dran bin, bin ich eben spät dran. Schließlich kann ich daran nichts mehr ändern. Das einzige, was ich tun kann, ist mir vorzunehmen, das nächste Mal zeitiger los zu gehen. Auch wenn etwas nicht so läuft, wie erwartet, ist das absolut kein Weltuntergang. Ich bin in jedem Moment, genau da, wo ich sein soll und die Rahmenbedingungen darum herum, sind bedeutungslos und haben keinen Einfluss mehr auf meine Stimmung.

Seit ich mit Leichtigkeit, Freiheit und Bewusstsein gewappnet bin, erkenne ich mein Leben als das an, was es ist: ein unbeschreiblich wertvolles Geschenk und eben dieses lasse ich mir von keinem negativen Gedanken und keiner unbedeutenden Emotion in seiner Vollkommenheit mindern.